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FAMILIEN, DIE BEREITS EINEN NAHESTEHENDEN MENSCHEN VERLOREN HABEN, BEGLEITEN DIE VOM BRAND BETROFFENEN HINTERBLIEBENEN


Innerhalb der Organisation Arc-en-ciel möchten Eltern, die bereits ein Kind verloren haben, ihre Solidarität mit den Familien der Opfer des Brandes von Crans-Montana zum Ausdruck bringen. Für trauernde Eltern gibt es Gesprächsgruppen. Der Austausch von Erfahrungen kann für die Teilnehmenden eine wertvolle Unterstützung sein, ohne jedoch eine psychologische Betreuung zu ersetzen.

Trauernde Eltern fühlen sich manchmal völlig von der übrigen Gesellschaft entfremdet, weshalb das Zusammenkommen besonders wichtig ist, berichtet Vanessa Binder, die 2017 ihre Tochter verloren hat und die Genfer Gesprächsgruppen von Arc-en-ciel leitet. „In den ersten Monaten nach dem Verlust eines Kindes herrschen Verzweiflung und reines Überleben. Deshalb kann es sehr viel Hoffnung und Trost spenden zu sehen, dass es möglich ist, diese schreckliche Prüfung zu überstehen. Es wird nie mehr so sein wie früher (…) Aber es kann wirklich sehr hoffnungsvoll sein, Eltern zuzuhören, die diese Erfahrung vor fünf oder zehn Jahren gemacht haben“, erklärt sie in der Freitagsausgabe von La Matinale.

Die Treffen finden jeden Monat kostenlos in Genf, Lausanne, Freiburg, Biel und im Chablais statt. Die Teilnehmenden tauschen dort Ressourcen aus (etwa Lektüreempfehlungen oder Adressen von Therapeutinnen und Therapeuten). Zudem ist es eine Gelegenheit, über das verstorbene Kind zu sprechen – für jene, deren Umfeld dies nicht mehr spontan zulässt, betont Vanessa Binder.


 
 
 

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