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NACH DEM DRAMA VON CRANS-MONTANA STEHEN VIELE ELTERN VOR DER UNERTRÄGLICHEN PRÜFUNG, EIN KIND VERLOREN ZU HABEN.



Nach dem Drama von Crans-Montana stehen viele Eltern vor der unerträglichen Prüfung, ein Kind verloren zu haben. In Genf bietet der Verein Regenbogen Unterstützung an.

Regenbogen ist ein Schweizer Selbsthilfeverein von und für trauernde Eltern. Die Leiterin der Genfer Sektion, Vanessa Binder, erinnert an das Grundprinzip: «ein Raum für Austausch, eine Gesprächsgruppe, die einmal im Monat stattfindet». Eine Besonderheit macht diese Begleitung besonders wertvoll: Alle Leiterinnen und Leiter des Vereins sind selbst trauernde Eltern. «Wir verstehen die Menschen, die zu uns kommen, sofort», erklärt Vanessa Binder.

Ihr zufolge hat dieser Austausch unter Gleichbetroffenen eine echte Wirkung. «Wir haben eine sehr therapeutische Wirkung festgestellt. Es ergänzt eine psychologische Betreuung auf ideale Weise.»


Frei sprechen können

In der ersten Zeit überwiegt die Betäubung. «Am Anfang steht der Schock. Die Eltern sind in den ersten Wochen und Monaten oft von vielen Menschen umgeben», erklärt Vanessa Binder. Unterstützung wie jene von Regenbogen kann sich jedoch später als besonders wertvoll erweisen. «Monate oder Jahre danach, wenn die Zeit vergeht und die Menschen weniger präsent sind, greifen wir oft ein», präzisiert die Verantwortliche des Vereins.

Die zentrale Herausforderung besteht darin, frei und «ohne Tabus» über das Kind sprechen zu können, das nicht mehr unter uns ist. Auch wenn es kein universelles Wundermittel gibt, existieren Ressourcen, um durchzuhalten. Vanessa Binder erwähnt zum Beispiel Bücher oder Erfahrungsberichte anderer Eltern.


Botschaft der Hoffnung

«Es gibt ein Davor und ein Danach. Das Leben wird nie wieder dasselbe sein», erkennt Vanessa Binder an. Doch sie betont une Botschaft der Hoffnung: «Man kann lernen, anders zu leben, mit der Präsenz unseres Kindes auf eine andere Weise.»

Sie spricht dabei aus persönlicher Erfahrung. «Meine Tochter ist vor fast zehn Jahren gestorben. Ich habe das Gefühl, dass sie mich trägt, dass sie mich führt.» Und sie schließt mit den Worten: «Es erinnert uns an unsere Sterblichkeit. Man muss versuchen, das Leben trotzdem zu genießen.» https://www.lemanbleu.ch/fr/Actualites/Geneve/Apres-le-choc-le-temps-du-deuil-l-accompagnement-d-Arc-en-Ciel.html

      

 
 
 

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